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Black Eagle
Originaltitel:
The Order of the Black Eagle (1987)
Regie:
Worth Keeter
Drehbuch:
Phil Behrens
Darsteller:
Ian Hunter, C.K. Bibby, William T. Hicks
FSK:
18
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Yeah, baby, yeah! |
Applaus, Leute! Duncan Jax und Mr. Boon sind wieder da und diesmal klauen sie ein paar dicken Ölscheichs die Kronjuwelen. Aber das nur im Prolog, denn wie schon im Vorspann angedeutet (Stock Footage aus dem Dritten Reich!) gilt es, einem viel schlimmeren Feind das Handwerk zu legen. Der Geheimbund ’Black Eagle’, eine Ansammlung von Neo-Nazis unter der Führung von Baron Ernst von Tepish (einst ein hohes Tier in Adolfs Jugendbewegung) hat kein geringeres Ziel als die Weltherrschaft. Zu diesem Tweck erntführen sie den Wissenschaftler Dr- Brinkmann (pffffff), um einen saugefährlichen Protonen-Strahler fertig zu basteln.
Da diese heikle Mission Duncan Jax und seinem sympathischen Äffchen angeblich nicht alleine anvertraut werden kann, bekommen die beiden Interpol-Schnalle Tiffany Youngblood zur Seite gestallt, die sich in bester Movie-Manier mit unserem stattlichen Helden erst einmal fetzt. Für sexistisches Gekabbel bleint nicht viel Zeit und, denn Duncan und Tiffy sollen als Maulwurf-nazis in die Organisation eingeschleust werden. Nach ausgiebigem Briefing und Besuch beim Tüftler befinden sich nach dem Briefing und einem Besuch im Ausrüstungs-Labor (darf nie fehlen) auf dem Weg nach Süd Amerika, wo der Nazi-Geheimbund sein Camp und eine geheime Todesfeste unterhält. Dort angekommen gibt’s erstmal Abendbrot, zu welchem der Baron handfeste Propaganda kredenzt:
Klar soweit?
“Oberst Styker, verlesen sie die Proklamation!“
“Der Orden des Black Eagle hat eine Kriegserklärung unterschreiben gegen die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion, die Republiken von China und Japan und zweitklassige Völker in Asien und Afrika.“
Es folgt das übliche ’Sieg Heil’ Gekeife und zum Desert wird ein Toast auf den Führer ausgeprochen…
...in dessen Gegenwart.
Ganz Recht, Leute, Adolf Hitler liegt in einer cryogenischen Kälte-Zelle und wartet auf seine Wiedererweckung.
Auf diesen Schock hin werden unsere beiden Undercover-Agenten erst einmal entlarvt. Jax kann flüchten und trifft sich in einem abgelgenen Kuhdorf mit einem vom Chef herbeigeorderten Söldnerkommando. Nach kurzer Greöhnungsphase ziehen die Jungs mit dicken Wummen und lautem Getöse gegen die Nazis ins Feld…
“Ich bin der Stiefbruder von Django!“
“Ich heiss Saft, ich weiß auch nicht warum.“
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"Grüß Gott. Bring's mir'n
Jagatee zum Durchspül'n!" |
Schweig still mein Herz! Für solche Filme wurde der Begriff Action-Gaudi erfunden.
Im Großen und Ganzen haben die Macher das Rezept des Vorgängers übernommen. Das fängt schon bei den Darstellern an (die auch hier leider wieder der größte Schwachpunkt an der Sache sind). Neben Ian Hunter, der außer den beiden ’Duncan Jack’ Filmen keinen Eintrag in der cineastischen Vita hat, macht mit dünnem Haar und ebenso dünner Mimik nicht die beste Figur als Geheimagent, heimst dank seines tierischen Sidekicks aber eine Sympathiepunkte ein. William Hicks, der im Vorgänger noch ’Jax’ Sidekick spielte, übernahm hier die Rolle des Barons und auch er zeichnet sich eher durch schauspielerische Schwachbrüstigkeit und den wohl einzig echten Bart im Film aus (in ’Black Eagle’ wimmelt es nur so von schlecht angeklebter Gesichtsbehaarung). ’Jax’ Agenten-Kollegen ’Star’ und ’Sato’ haben sich auch in den 2. Teil 2 herüber gerettet und sorgen immerhin für ein paar Lacher, während die weiblichen Darsteller lediglich als Hinkucker funktionieren.
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Wen erwarten die? Godzilla? |
Sieht man mal vom hanebüchenen Papp-Interier der Schurkenfeste ab (selbst Comans Barbaren-Filme hatten bessere Burgen), kann man sich in Sachen Ausstattung kaum beklagen.
Schließt man alleine von den Explosionen auf das Budget, dürfte da ein zünftiges Sümmchen investiert worden sein. Auch schlägt man hier etwas härtere Töne als in ’Duncan Jack & Mr. Boon’ an. Üppige Blutlachen, deftige Einschusswunden, überfahrene und abgetrennte Köpfe sind keine Seltenheit.
Davon abgesehen hält sich ’Black Eagle’ korrektan das Schema seines Vorgängers: Erst alberner Abenteuer-Spaß, dann handfeste Action, bis die Hütte zum Hund wackelt. Das ist genau die Art von Filme die ich als Lieblings-Trash bezeichne. Nimmt sich offensichtlich nicht ernst, ist aber auch nicht komplett auf Komödie gebügelt. Wo sonst werden schon Dialoge wie der folgende ohne ein Zucken in der Mimik vorgetragen:
“Da sie mich töten werden, können sie mir auch verraten, wie man diese Waffe deaktiviert. Ich finde, das habe ich verdient.“
“Warum nicht. Sie haben völlig recht!“
Duncan Jax: Geheimagent, Affenfreund, lebende Statue
Ganz recht, nirgendwo! Und deswegen gilt für Liebhaber von spaßigen B-Schinken im Stil von ’Eliminators’ oder ’Kannibalinnen im Avocado Dschungel des Todes’ auch bedingungsloses Anschauen!
Hudson
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