Der am 20. Juni, 1954 in Tennessee, USA geborene Miles O'Keeffe begann nach der High School eine Ausbildung bei der ‘U.S. Air Force Academy’, wechselte dann aber dank eines Football Stupendiums zur ’Mississippi State University’. Wegen den Folgen einer Handverletzung, musste Miles zur ’University of the South’ in Sewanee ausweichen, an der er schließlich Politikwissenschaften und Psychologie studierte. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er als Sozialarbeiter für Gefängnisse in Tennessee, wo er nach einem Jahr u.a. Workout-Programme für Insassen initiierte. Wenig später ging er nach Kalifornien, erst um Rugby zu spielen, später um ins Showgeschäft einzustiegen. 1981 war es schließlich soweit: Das Glück und seine Physis verschafften ihm die Titelrolle in John Dereks ’Tarzan - Herr des Urwalds’, an der Seite von Dereks Ehefrau Bo, Richard Harris und John Phillip Law.
Ein Jahr darauf bekam sein Lendenschurz aus ’Tarzan’ ein Update in Form eines Umhangs, einem Paar Fellgamaschen und einem Schwert, als O’Keeffe seine bislang populärste Rolle spielte: ’Ator, der Herr des Feuers’. Als voluminös toupierter, ölig verschwitzter, Phrasen dreschender Barbar Ator gewann das Kraftpaket die Herzen so mancher B-Movie-Fans. Nach dem Action-Thriller ’S.A.S. Malko’ (mit Raimund Harmsdorf und Sybil Danning), war Miles in ’Ator 2 - Der Unbesiegbare’ und dem absurden Tafelrunden-Spektakel ’Camelot - Der Fluch des goldenen Schwertes’ mit einer irren Prinz ’Eisenherz’-Mecke und einem ähnlich verrückt frisierten Sean Connery zu sehen. Für das italienische Genre-Kino arbeitete er daraufhin mit Ruggero Deodato (’Flashfighter’) und Bruno Mattei (’Der Kampfgigant’), um schließlich 1987 zum dritten Mal in die Sandalen des Ator zu steigen (’Iron Warrior’ unter der Regie von Alfonsio Brescia). Für Anthony Hickox’ ’Reise zurück in die Zeit’ schnallte sich Miles O’Keeffe 1988 das Cape des Grafen Dracula um den Stiernacken.
In den Neunzigern folgten größtenteils drittklassige Action-Thriller, wie ’Crime Task Force’ (mit Lou Ferrigno), ’Zero Tolerance’ (mit Robert Patrick) und ’Silent Hunter’ (unter der Regie seines ’Ledernacken’-Co Stars Fred Williamson). Auch war O’Keeffe als ’John Smith’ in einer ’Pocahontas’-Real-Verfilmung, im familienfreundlichen Wildnis-Abenteuer ’Grizzly Mountain’ und dem Kriegs-Western ’Blood & Honor’ unterwegs. Zuletzt sah man ihn 2005 in dem Natur-Horror ’The Unknown’.
Miles O’Keeffe hat kein Problem damit, dass er oder seine Filme veräppelt werden (wie z.B. in einer populären Episode von ’Mystery Science Theatre 3000’) und meinte einst “Die Schauspielerei ist eine alberne Art, sein Geld zu verdienen.“
Wo er Recht hat, hat er Recht.
Hudson