Richard Moll wurde am 13. Januar 1943 in Pasadena, Kalifornien als Sohn einer Krankenschwester und eines Rechtsanwalts geboren. Seine ersten Gehversuche als Schauspieler unternahm er mit Mitte 20, als er 1967 in einer Folge der Familien-Serie 'Family Affair' mitwirkte. In den kommenden Jahren quälte er sich weiter durch verschiedene TV-Serien, in denen er aber nie bleibende Rollen hatte. Durch seine einprägende Größe (2,02 m), seine interessante Stimme und einen (zu Beginn seiner Kaierre) oft kahlen Kopf, wurde über die Jahre aber noch mehr aus Moll, als nur ein Gelegenheits-Darsteller, und spätestens in den frühen 80ern war er etabliert im Film-Biz, wo er für beide seiner Talente besetzt wurde: den Komiker und den bulligen Riesen. Nachdem er sich in den 80ern für keine B-Movie-Rolle zu schade war, und Filme wie 'Evilspeak - Der Teufelsschrei' , 'Metalstorm' oder später das Charles Band Trash-Fest 'Herrscher der Hölle' (in der Titelrolle) und die Kult Horror-Komödie 'House' durch seine Screen-Präsenz bereicherte, bekam er 1984 seinen vielleicht wichtigsten Part. Für die nächsten 8 Jahre sollte Moll die Rolle des 'Bull' in der US-Sitcom 'Night Court' spielen - eine Rolle, für die er zunächst nur wegen seiner Größe in Frage kam, die beim Publikum aber so gut ankam, dass man sie einfach nicht mehr los wurde. Auch während seiner erfolgreichen 'Night Court' Zeit absolvierte Moll weiterhin zahlreiche TV-Auftritte und (größtenteils B-)Filme. Seine zweit-bekannteste Rolle fiel dem leidenschaftlichen Fliegen-Fischer noch im letzten Jahr als 'Bull' zu, als er '92 zu einem Vorsprechen für die ‘Batman’ Zeichentrickserie ging. Durch seine raue Stimme überzeugte er die Macher der Serie schnell von sich, und war die nächsten zwei Jahren sehr erfolgreich als 'Two-Face' zu sehen.
In den USA wird Moll vor allem für seine TV-Karriere als Bull, Two-Face und Norman in der 'Mighty Max'-Serie in Erinnerung bleiben, aber auch seine lange Reihe von Genre-Filmen bleibt unvergessen - selbst wenn diese im Laufe der Zeit mit Titeln wie dem Kiddie-Fantasyfilm 'Storybook', der laschen Komödie 'Frankenstein lebt!' oder dem CGI-Wahnsinn 'Spiders 2' nicht unbedingt anspruchsvoller wurden.
Richard Moll, der sich auch in seinen 60ern noch erstaunlich gut gehalten hat, lebt seit 1993 mit seiner zweiten Frau Susan Brown zusammen, nachdem seine erste Ehe nach 3 Jahren (und 2 Kindern) in die Brüche ging, setzt sich aktiv für den Schutz von Elchen ein, und blickt mit viel Humor auf seine Filmo- und Tvographie zurück, in der er vom 'A-Team' über 'Baywatch' und 'Spider-Man' nichts ausgelassen hat. Wir hoffen, ihn noch oft als Komiker, Fernseh-Regular, Synchronsprecher und Genre-Film-Rübezahl bewundern zu können.
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