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Mitarbeiter des Monats
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George Eastman
George - Der aus dem B-Film kam
George Eastman, wie er heute allen Liebhabern italienischer B-Movies bekannt ist, wurde 1942 in Genua, Italien als Luigi Montefiori geboren. Doch Eastman kam nicht als Menschenfresser oder Affen-Mutant auf die Welt! Nein, als junger Mann hat der markante Italiener Artwork für verschiedene Werbe-Agenturen entworfen, bis ihm in den 60er Jahren eine Film-Crew geraten hat, sein Aussehen (über 2 Meter groß, sportlich und wild) doch mal vor der Kamera zu präsentieren. Das ließ George sich natürlich nicht zwei Mal sagen und 1966 gab es die erste Rolle im Italo-Western 'My Name Is Pecos', worauf 'Django - Nur der Colt war sein Freund' (siehe Filmflausen-Partner-Review) im gleichen Jahr folgte. Nach zahlreichen anderen Western-Rollen (vornehmlich in 'Django'-Sequels) und Thrillern kam '68 in 'The Bell Starr Story' - einem weiteren Western über einen weiblichen Revolverheld - ein kleiner Durchbruch und in einer Folter-Szene konnte er sein Talent frei entfalten. Im Jahr darauf gab es einige größere Streifen für ihn, wie den Fellini-Film 'Satyricon' oder das Charlton Heston-Abenteuer 'Ruf der Wildnis'. In den 70er Jahren war Georgey dann endgültig ein fester Bestandteil italienischer Exploitation-Filme geworden, und konnte als Psychopath in Mario Bavas Geisel-Thriller 'Rapid Dogs', oder dem Rache-Schinken 'Emanuelle's Revenge' die Sau rauslassen. Als er 1977 unter der Regie von Joe D'Amato (einem seiner Stamm-Regisseure) 'Emanuelle Versus Violence to Women' drehte, arbeitete er vermutlich zum ersten Mal mit seiner zukünftigen Frau, dem Erotik-Star Laura Gemser zusammen. Aber am allerbesten erinnert man sich an Eastman vermutlich wegen seiner Rollen in den frühen 80ern, als er in D'Amatos berüchtigtem Splatter-Kult 'Antropophagus' die Titel-Rolle als 'Man-Eater' spielte, den ‘Riffs’ Gesellschaft leistete oder im Endzeit-Spektakel 'Fireflash - Der Tag nach dem Ende' als zwielichtiger ‘Big Ape’ unterwegs war.
Fakt ist, Eastman hat alles schon mal gespielt, wenn es um Euro-Exploitation der 60er bis 80er Jahre geht. Sei es Western, Endzeit, Barbaren, Horror, Porno oder Gialo - irgendwo hat ihn jeder Fan schon mal gesehen. Aber ob er nun ungeborene Babies frisst, sich mit den Paul-Brüdern keilt oder Terence Hill verprügelt, eine gute Leistung als Schauspieler (trotz des vollen Spektrums an Figuren, besonders bei irren Bösewichten) hat George immer gebracht. Aber das ist natürlich nicht alles, was der Mann drauf hat - er spielt nämlich nicht nur in ca. 60 Italo-Streifen mit - er dreht und schreibt sie sogar selber! Sein Regie-Debut war der '89er Gen-Horror 'Metamorphosis', der sich in eine lange Kette von insgesamt EINEM Film einreiht. Als Autor hat George allerdings von 1970 bis heute grobe Mengen an Skripten zu allerhand Genre-Kram (ua. dem Western Klassiker ‘Keoma - Melodie des Sterbens’) verfasst, und genau das hat ihm offenbar gut getan, weshalb er als Schauspieler nur noch alle paar Jahre einen Film macht, aber als Autor noch immer tätig ist. George Eastman heute noch mal mit wilder Lockenpracht rumspringen und junge Frauen jagen zu sehen, ist leider -allein in Anbetracht seines Alters- weniger wahrscheinlich, aber solange er zumindest als Screenwriter weitermacht, sind wir zufrieden.
Spooner
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