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Mitarbeiter des Monats
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Fred Williamson
Fred "The Hammer" Williamson
Fred Williamson, bekannt als kerniger, hochgewachsener Blaxploitation-Star, stets mit Schnurre über den Lippen und Zigarre dazwischen, kam am 5. März 1938 in Gary, Indiana zur Welt.
Der heute größtenteils für seine Film-Karriere bekannte Macker hat in seinem Leben vieles erreicht. Den ersten Ruhm feierte er in den 60er Jahren als Football-Profi, nachdem er schon auf dem College als Spieler aufgefallen war, wo er eigentlich ein Architektur-Studium abgeschlossen hatte. Durch seine starke Verteidigung bei den San Francisco 49ers, mit der er seine Gegner förmlich 'weg-hämmerte', bekam er den bis heute bekannten Spitznamen 'The Hammer' verpasst, mit dem er sich fortan auch selbst promoten konnte.
Als sich Williamson irgendwann vom Football zurückzog und merkte, dass er nicht zum Architekten geboren war, versuchte er sich als Schauspieler. Seine erste Rolle bekam er 1969 in der Sitcom 'Julia', in der er für ein paar Episoden als Freund der Titelfigur auftrat.
Obwohl ihm diese Erfahrung Spaß bereitete, warteten bald andere Herausforderungen auf ihn. In einem Interview sagte Fred, dass dies nicht die Rolle war, in der er sich sehen wollte:
“I mean, here I am - tall, dark, handsome, in shape. Why can't I be an action hero?”
Nach einigen kleineren Film- und Fernseh-Auftritten, u. a. in einer Episode von 'Star Trek' und dem Film 'MASH', folgten diesem Vorhaben Taten. Seine erste Hauptrolle sollte Fred 1972 als Titelheld im Western 'The Legend of Nigger Charley' spielen. Dem folgten weitere Hauptrollen in 'Hammer' , 'Black Ceasar' (aka 'The Godfather of Harlem' - eine Rolle, die eigentlich an Sammy Davis Jr. gehen sollte), 'The Man Bolt', 'Three the Hard Way' und in den Fortsetzungen zu 'Nigger Charley' und 'Black Ceasar' – und das alles in gerade mal 3 Jahren.
Sein Durchbruch sollte die Titelrolle in Jack Arnolds Blaxploitation-Western 'Boss Nigger' (1975) werden, bei dem er erstmalig auch co-produzierte. Zu diesem Zeitpunkt gründete Fred nebenbei seine eigene Produktions-Firma 'Po’ Boy Productions', mit der er Streifen wie den Post-Vietnamfilm 'Mean Johnny Barrows' oder die Western-Komödie 'Adiós Amigo' produzierte, bei denen er selbst Regie führte und auch die Hauptrolle übernahm.
In den 80ern, als die Popularität des schwarzen Actionfilms in Amerika abnahm, wurde Fred von der italienischen B-Movie Industrie entdeckt. Es folgten Rollen in klassischen Italo-Exploitern wie 'Metropolis 2000' und 'The Riffs - Die Gewalt sind wir!' von Enzo G. Castellaris (mit dem Williamson schon ’Ein Haufen verwegener Hunde’ drehte), Lucio Fulcis 'Die Schlacht der Centurions' und vier 'Black Cobra' Filme.
In Amerika war Fred Williamson auch weiterhin in selbst produzierten Streifen wie dem Kult-Actioner 'One Down, Two to Go', oder William Lustigs 'Vigilante' zu sehen. Neben ein paar B-Actionfilmen fiel er in den Neunzigern vor allem in zwei Filmen auf. In Robert Rodriguez' Splatter-Granate 'From Dusk Till Dawn', als Vampir-metzelnder Vietnam-Vet 'Frost' und in Larry Chohens ’Original Gangstas’, an der Seite weiterer Stars der Blaxploitation und Exploitation-Ära (Pam Grier, Robert Forster, Wings Hauser, Charles Napier, oder Jim Brown).
Bis auf gelegentliche Rollen in Mainstream-Filmen (wie 2004 in 'Starskey & Hutch') ist Fred heutzutage zwar nicht mehr oft auf der großen Leinwand zu sehen und jenseits des Höhepunktes seines Erfolges, bleibt aber immer noch ein vielbeschäftiger Schauspieler und Filmemacher und allseits beliebter Kult-Favorit.
Fakt ist: Fred Williamson ist ein Held. Der erste schwarze Cowboy in Hollywood, in sämtlichen Kampfsport Arten ausgebildet und bis heute nie ohne seinen Superbowl-Ring und seine Zigarre unterwegs, macht ihm nicht mal Richard 'Shaft' Roundtree persönlich noch Konkurrenz. Das Geheimnis seines Erfolges fasst er wie folgt zusammen: 'Es gibt nur zwei Dinge, die ich in meinen Drehbüchern forderte und das sind die gleichen Dinge, die auch die Zuschauer fordern. Erstens, ich bekomme das Mädchen. Und zweitens, ich muss jeden Kampf gewinnen. Wir brauchen keine Spannung. Mit diesen zwei Zutaten, steht fest, dass der Film ein Hit wird.'
PS: Wenn ihr noch mehr -und damit meine ich viel mehr- von Fred sehen wollt, dann versucht die ‘Playgirl’-Ausgabe vom Oktober 1973 zu bekommen.
Spooner
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