|
|
Mitarbeiter des Monats
|
Sabrina Siani
Sabrina Siani - Bondes Haar, La Femme Barbar
Das erste ’Plot Keyword’, das auf der allseits beliebten imdb.com auftaucht, wenn man den Namen Sabrina Siani (die 1963 in Rom als Sabrina Seggiani geboren wurde) eingibt, ist ’Female Nudity’. Das ist weder in Anbetracht ihrer Filmographie verwunderlich, noch im Hinblick auf die Tatsache, dass sie schon im Alter von 15 Jahren Erfahrungen als Fotomodell machte.
Es dauerte nicht lange, bis die italienische Filmbranche auf die zarte Blondine aufmerksam wurde. 1979 engagierten sie Alfonsio Brescia, Marino Girolami und Jess Franco für Krimis wie ’Der Große Kampf des Syndikates’ und Genreschinken a la ’The Cannibals’. Es folgten die Sexkomödien ’Die letzten Heuler der Marine’ und ’Flotte Teens - Runter mit den Jeans’, in denen Sabrina Variationen des ’(halb)nackten Blondchens’ spielen durfte. Bedenkt man, dass die junge Dame zu jener Zeit die Volljährigkeit noch nicht erreicht hatte, bleiben ihre zahlreichen freizügigen Auftritte … aber lassen wir das. O tempora o mores.
Nach diversen Rollen als Strandmieze, Dschungeltrulla und Endzeit-Ische (in Joe D'Amatos grottigem ’2020: Texas Gladiators’) kam 1982 die darstellerische Herausforderung für Sabrina, die eine Bilderreihe wie die obige erst möglich machte. Die blonde Schönheit schlüpfte in die Fellgamaschen der Amazone Moon, die niemand geringerem die Stange hielt, als Ator, dem Herrn des Feuers (laut Titel, tatsächlich war er der Herr der Haare).
Sabrina Siani schien bei Barbaren-Fans und italienischen Genre-Regisseuren gleichermaßen Eindruck geschunden zu haben, denn in den folgenden Jahren war sie geradezu auf die Rolle der blonden Barbaren-Schnalle abonniert. Beinahe in Reihe folgten ’Throne of Fire’ (Sabbel als Hippie-Prinzessin Valkari), Fulcis ’Conquest’ (in dem sie immerhin Mut zur Helmpflicht und später sogar zur monströsen Hässlichkeit bewies), sowie die beiden grottenschlechten Sword & Sorcery-Streifen ’Das Schwert des Barbaren’ (in güldenem Glitterlook mit tuffiger Krone und göttlichen Allüren) und ’Gunan - König der Barbaren’ (in welchem sie als Blondie-Leiche unter einer Stachelpresse endete).
Ende der Achtziger absolvierte Sabrina Siani zwar noch je eine Nebenrolle in Fulcis Horrormär ’Dämonia’ und an der Seite von Fred Williamson, in dessen ’City Cobra’-Abklatsch ’Cobra Negro’, doch nach ihrem Auftritt in dem Actionthriller ’Ten Zan’ (neben Frank Zagarino und Romano Kristoff) beendete die erst 25 Jahre junge Dame ihre Filmkarriere, heiratete und ward fortan nicht mehr gesehen.
Sucht man nach aktuellen Infos auf ihrer Homepage sabrinasiani.com, erscheint lediglich ein leicht verblichenes Bild aus alten Zeiten und der vielsagende Vermerk: “Not found“. Wir erinnern uns trotzdem gerne an Sabrina zurück. Sie war stets eine Augenweide und keine zweite Schauspielerin hätte es uns abverlangt, die diversen Ableitungen des Wortes ’blond’ derartig oft in einem solch knappen Text unterzubringen.
Hudson
|
|
|
|