Sandahl Bergman, geboren am 14. 11. 1951 in Kansas City, läutete ihre Karriere im Filmgeschäft nach Broadway-Auftritten in der ’Dean Martin Show’ ein. Nach Nebenrollen in TV-Filmen glänzte die ausgebildete Tänzerin in ’Xanadu’ und ’All that Jazz’, einem Musical des berühmten Choreographen Bob Fosse (’Chicago’).
Durch diesen energischen Auftritt wurde auch Regisseur John Milius auf sie aufmerksam und besetzte sie, ihres ‘Walküren-ähnlichen Aussehens’ wegen, für die Rolle der Valeria in seinem Barbaren-Epos ’Conan’. Für diesen Part, der Sandahl Bergmann wohl auf alle Zeiten unsterblich machte, gewann die damals Dreißigjährige sowohl einen ’Golden Globe’ als ’Beste Newcomerin’, als auch den ’Saturn Award’ als ’Beste Schauspielerin’.
Die Preise waren hart verdient, hatte Sandahl schließlich nicht nur alle Stunts selbst gemacht, sondern laut Schwarzenegger und Milius mehr Stuntmen verletzt, als Arnie selbst und beinahe einen Finger verloren.
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Sandahl als Valeria in 'Conan - Der Barbar' |
1982 war ein geschäftiges Jahr für die blonde Powerfrau. So spielte sie neben ’Conan’ auch in der irren Endzeit-Klamotte ’She’ die weibliche Hauptrolle und hatte einen Cameo in dem ’Airplane’-Sequel ’Die verrückte Reise in einem unglaublichen Raumschiff’. Zudem arbeitete sie als Ausbilderin für ein Video-Workout-Programm der Fitnesskette ’The Firm’.
Die Rückkehr ins Barbaren-Genre folgte 1985 mit ’Red Sonja’. Erneut an der Seite von Arnold Schwarzenegger und erneut nach einer Vorlage von Robert E. Howard. Bergman war eigentlich für die heldenhafte Titelrolle vorgesehen, doch sie zog es vor, deren Widersacherin, die böse ’Königin Gedren’ zu spielen. Dieser (womöglich aus kreativen Gründen ) Schritt zog weniger fruchtbare Ergebnisse nach sich. So castete man die damals noch unbekannte Dänin Brigitte Nielsen in der Rolle der ’Sonja’ und der Film von Richard Fleischer (der schon das wenig würdige ’Conan’-Sequel fabriziert hatte) wurde zum blamablen Meilenstein für
beide Aktricen. Nielsen gewann den ’Razzie Award’ für die ’Schlechteste Newcomerin’ und Sandahl bekam eine Nominierung für die ’Schlechteste Nebendarstellerin’.
Von da an tingelte sie durch TV-Serien wie ’Das Modell und der Schnüffler’, ’Cheers’ und ’Freddy’s Nightmares’, sowie B-Movies alberner (’Stewardessen-Akademie’), unterhaltsamer (’The Hunter – Hell comes to Frogtown’) und unterirdisch mieser Art (’Retaliator’).
In den 90ern wurde Sandahl Bergmans Talent in weiteren Filme unterster Schublade (’Raw Nerve’, ’Ice Cream Man’) verschwendet. Zuletzt war sie mit immerhin 52 Jahren in dem grotesken Krimi-Musical ’The Singing Detective’ als Tänzerin zu sehen.
Hudson
Sandahl's wichtigste Abstecher auf die große Leinwand und den kleinen Schirm:
Singing Detective, The (2003)
Sorceress II: The Temptress (1996)
Assault, The (1996)
Ice Cream Man (1995)
TekWar - Recht und Gesetz im Cyberspace (1994)
Trucker II (1992)
Raw Nerve (1991)
Hunter - Hell comes to Frogtown, The (1987)
Retaliator (1986)
Stewardessen Academy (1986)
Red Sonja (1985)
She - Eine verrückte Reise in die Zukunft (1985)
Conan - Der Barbar (1982)
Unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff, Die (1982)
Xanadu (1980)
Hinter dem Rampenlicht (1979)
Achtung, Schürzenjäger! (1978)
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