FilmFlausen.de - Glossar
                          









Willkommen zum FilmFlausen-Glossar. Glossar?
"Glossar – Erklärungswörterbuch, das eine Liste von Begriffen erklärt, übersetzt oder definiert"
Ganz Recht, Freunde. Und da es bei uns Sprachkapsern immer wieder heißt “Fremdwörter greifen Menschen an!“, will ich den… sagen wir mal “weniger Kundigen“ unter Euch unseren Sprachgebrauch, der voll von prätentiösen Anglizismen, speziellen Fachbegriffen und absurden Wortkreationen ist, an dieser Stelle mal etwas näher bringen.
Die Idee dazu kam, als sich zwei freiberufliche Angehörige (also Söldner an der Sache, die für ein paar Drinks zur Mitarbeit animiert werden und nicht wie der Kern mit Blutschwur und FF-Tattoo an uns gebunden sind… noch nicht) über FilmFlausen unterhielten und die Frage aufkam, was denn bitte ’Exploitation’ wäre.
“Das weiß man doch!“ meint vielleicht der Stammleser, aber Leute, mal Fakten auf den Tisch! Um hier richtig Besucherzahlen abzubeißen und unsere Leserschaft in die Millionenhöhe zu bringen, müssen wir uns endlich mal am Mainstream anbiedern, uns erklären und verständlich machen. Es wird Zeit! Im Folgenden bekommt ihr also ein idiotensicheres Wörterbuch für alle Unbeteiligten, die höchstwahrscheinlich ohnehin kein Interesse an…
Also schön, vielleicht ist das Motiv hinter diesem Konzept etwas löchrig, aber der Gedanke zählt. Wie immer, wenn es um FilmFlausen, den in allen Belangen hinterherhinkenden Rezensions-Apparat des abseitigen Films, geht.
Erwartet keine Definitionen für Begriffe wie Niveau, Anspruch oder Punktuation hier, dafür aber regelmäßige Updates in… unregelmäßigen Abständen. Viel Spaß!




Aficionado – Fan, Anhänger oder Liebhaber eines bestimmten Subjekts. Spricht man im Englischen “effischionado“ oder im Spanischen “affissionado“ aus. Wurde von uns selbst bis vor Kurzem “affickyounadu“ ausgesprochen. Man lernt nie aus.

Alamo-Stellung – Der Rückzug ohne Ausweg als letztes Mittel der Verteidigung, welcher meist oft mit der Verschanzung einer Gruppe von Menschen in einem Gebäude endet. Der Begriff geht auf die Belagerung des amerikanischen Fort Alamos durch Mexikaner im Jahre 1835 zurück und wird gerne im letzten Drittel diverser Genrefilme angewandt. (z. B. ’Shaun of the Dead’, ’Die Meute’, ’Critters 3’)

Amateurvideo-Optik – Resultiert aus der Verwendung von billigem Videomaterial (entweder Band oder digital), dessen Aufnahmen oftmals eher an Familienvideos, als an cineastische Ergüsse erinnern. Ein Kino-Gefühl kommt beim Betrachten solcher Aufnahmen meist zu kurz. Dennoch gibt es Ausnahmen, die es tatsächlich wert sind, dieses Format zu ertragen. (z.B. ’Das Todesschwert der Ninja’, ’Lords of Magick’, ’Trash Monsters from Outer Space’)

Animatronik – Die Kunst der mechanischen bzw. elektronischen Fernsteuerung eines Objektes vor der Kamera. Findet meist Verwendung, wenn beispielsweise eine Kreatur nicht durch die Methoden ’CGI’, ’Man-in-Suit’ oder ’Stop Motion’ dargestellt wird. Meist mit den bestmöglichen Ergebnis für eingesessene Genrefans und engstirnige Oldschool-Puristen.

Arthouse – Kunstkino, Programmkino und Heimat des nichtkommerziellen Films. Wird gerne (aber nicht ausschließlich) von Schalträgern mit Cordjacke und Vorliebe für Fencheltee konsumiert. Sie selbst würden das Wort “konsumieren“ jedoch niemals im Zusammenhang mit dem Film benutzen. Wir schon.

Backcover – Die Rückseite einer VHS- oder DVD-Hülle. Enthält oftmals wichtige und unwichtige Informationen bezüglich des Inhalts und Versprechungen, die der Film oftmals nicht halten kann. (Siehe ’Cocktease’ und ’Etikettenschwindel’)

Backstory – Die Hintergrundgeschichte entweder eines oder mehrerer Charaktere, deren Beziehung untereinander oder vergangene Ereignisse, die relevant für die Handlung sind (siehe auch ’Exposition’).

Back-to-Back-Shoot – Die Produktion zweier (oder mehrerer) Filme im zeitlich engen Rahmen, dem Drehplan eines einzigen Filmes ähnlich. Wird von findigen Produzenten zur Kostenoptimierung angewandt, zuweilen allerdings mit ungewissem Ausgang. (z.B. ’Herr der Ringe’-Trilogie = Top, ’Mörder-Alligator 1 & 2’ = Flop)

Backwoods – Abgelegene Wälder (meist) amerikanischer Landschaften und oftmals Hort diverser menschlicher, tierischer oder auch übernatürlicher Scheußlichkeiten. (z.B. ’Backwoods’, ’Humongous’, ’Es lauert’)

Bad Ass



Bahnhofskino – Etablissement, das seine Blütezeit während der 50er und 60er Jahre hatte und neben Spielfilmen auch Fernseh-Übertragungen auf der Leinwand präsentierte. Irrtümlicherweise wird dieser Begriff heutzutage (auch von uns) mit dem US-Amerikanischen ’Grindhouse’ gleichgesetzt, welches seinen Höhepunkt allerdings in den 70er und 80er Jahren feierte und sich auf ’Exploitation’-Filme und ’Double Features’ spezialisierte.

Below-Surface-Level – Bezeichnung der Wasserunterfläche, die durch eine spezielle Kameraeinstellung vor allem im themenspezifischen Genrefilm des Öfteren eingefangen wird, um Spannung zu kreieren. (z.B. ’Polyp’, ’Horror-Alligator’, ’Orca’)

Bestiarium – Ein katalogisiertes Sammelsurium unterschiedlicher Kreaturen und Lebewesen. Wie etwa dieses hier.

Biker – Motorradfahrer, in Verbindung mit dem Genrefilm (Bikerfilm) meist mit der Rebellion gegen Normen verbunden. Wird im deutschen Sprachraum irreführenderweise oftmals auch als ’Rocker’ bezeichnet. Jedoch sind die meisten Biker so musikalisch, wie die Radnabe ihrer Höllenkiste.

Billing – Die Präsentation Beteiligter in den ’Credits’ eines Films. Die Reihenfolge des Billings wird oft als Prestige-Merkmal angesehen. (z.B. ’Conan’: Arnold Schwarzenegger = First Billing/Erstgenannter James Earl Jones = Second Billing/Zweitgenannter, Sven Ole Thorsen = Last Billing/irgendwo im letzten Drittel bei den Stuntmen und Komparsen)

Blockbuster – Kinohit, der die Massen anzieht und bis um die Ecke des Kinos anstehen lässt. (z. B. ’Ghostbusters’, ’Pirates of the Carribean: Am Ende der Welt’)

Body Count – Die Anzahl der Leichen, die ein Film (bzw. dessen Protagonisten) im Laufe der Spielzeit anhäuft.

Body Switch (auch ’body swap’) – Bezeichnung für den übernatürlichen Körpertausch zweier oder mehrerer Protagonisten eines Films. (z.B.: ’Solo für 2’, ’Ich bin du’, ’Face/Off’)

Bösärschig – Der erbärmliche Versuch, ’Bad Ass’ ins Deutsche zu übersetzen.

Boom – Die durch ein meist erfolgreiches und populäres Original hervorgerufene Welle diverser Nachahmer und ’Rip Offs’, welche Ästhetik, Thematik und vor Allem den Erfolg des Vorbildes zu wiederholen versuchen. (z.B. Barbaren-Boom, Endzeit-Boom, Ninja-Boom)

Brandt-Synchro (auch Kneipen-Synchro) – Vertonung nach Dialogbuch aus der Feder des Synchronsprechers Rainer Brandt (’The God of Schnodder’), der Anfang der 70er Jahre durch seine Arbeit an der Serie ’Die Zwei’ das sogenannte ’Schnodderdeutsch’ im teutonischen Raum etablierte. Die Brandt-Synchro zeichnet sich durch eine Mischung aus Kneipenjargon, Jiddischen und Berlinerischen Elementen, damaliger Jugendsprache und Gosseneinflüssen aus, hielt sich in den seltensten Fällen inhaltlich an den Originalton und wurde bald von vielen Nachahmern kopiert.



Cameo – 1. Überraschender Kurzauftritt einer berühmten Persönlichkeit aus Film, Fernsehen oder des öffentlichen Lebens. 2. US-Amerikanische Soul/Funk-Formation, die mit ’Word Up!’ in den Charts standen. Cameos von ’Cameo’-Mitgliedern sind allerdings nicht bekannt.

Cast – Die Besetzung eines Films

Cat Fight – Garstig inszenierter Kampf zwischen zwei weiblichen Kontrahenten, der durchaus sexuellen Charakter für chauvinistische Zuschauer haben kann. (z.B. in ’Drei Engel auf der Todesinsel’, The Arena, ’Robin Hood und seine lüsternen Mädchen’)

Chambara (auch Jidai-geki) – Subgenre des japanischen Historienfilms, meist durch Elemente des Schwertkampfes geprägt, das sich bis heute großer Popularität in seinem Heimatland erfreut. (z.B. ’Bohachi Bushido’, ’Hanzo the Razor’, ’Swordkill’)

Centerfold – Die doppelseitige Abbildung einer (oft weiblichen und unbekleideten) Person in der Mitte eines Magazins. In Verbindung mit Erotik-Lektüre auch als Titel der abgebildeten Person verwendbar. (z.B. Sybil Danning, Linnea Quigley, Michelle Bauer)

CGI (’computer generated imagery’) – Bilder bzw. ganze Sequenzen im Film, die per Computer gefertigt und eingefügt wurden. Die Qualität des finalen Produktes ist dabei vom Budget und Talent der Beteiligten abhängig. (z.B. ’King Kong’ = Top, aber ’King of the Lost World’ = Flop)

Close-Up – Spezielle Kameraeinstellung, die eine Nahaufnahme/Großeinstellung einfängt.

Cocktease – Aus dem sexuellen Sprachgebrauch übernommener Begriff, der die Anpreisung von Verheißungen beschreibt, die niemals erfüllt werden.

Comic Relief – Filmisches Stilmittel der Einfügung komödiantischer Charaktere oder Situationen, die dem zeitlich begrenzten Abbau der Spannung dienen. Je nach Form und Anwendung mit unterschiedlichem Erfolg beim Publikum:



Coming of Age – Der Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter. Wird in diversen Filmen (im Deutschen oft Jugendfilm genannt) meist als dramatische Phase voller wegweisender Erlebnisse und wichtiger Entscheidungen für den weiteren Lebensweg dargestellt. (z.B. ’City of God’, ’Stand by me’, ’Bubble Boy’)

Creature Feature – Ein Film, dessen Handlung sich um die Bedrohung durch eine oder mehrere (meist übernatürliche) Kreaturen und deren Bekämpfung dreht. (z.B. Das Grauen aus der Tiefe, ’Yeti - Der Schneemensch kommt’, ’Beast Creatures’)

Credits – Vorspann oder Abspann, bei dem die Beteiligten in Schriftform präsentiert werden.

Crossover – Die Kreuzung zweier (oder mehrerer) populärer Genres, Themen oder Marken, entweder aus kreativen Gründen (selten) oder zur Maximierung des Publikums (meistens).

Cut & Paste-Methode (auch Archivplünderei) – Bereits durch Roger Corman qualifiziertes und später durch Godfrey Ho, Tomas Tang und Joseph Lai perfektioniertes Verfahren der Kostenminimierung. Man nimmt einen aus meist offensichtlichen Gründen unveröffentlichten Film (oder Filmmaterial) aus dem Archiv und dreht kostengünstig ein paar Füllszenen (oder eine Rahmenhandlung) mit vorzugsweise abgehalfterten C-Stars drum herum und verkauft das Ganze als brandneues Werk. (z.B. jeder zweite Film dieser Liste)

Double Feature – Direkt aufeinander folgende Vorführung von zwei (im besten Fall thematisch ähnlichen) Filmen. (Vorschlag: ’Insel der Verdammten’ & ’Escalation’)

Drive-In – Autokino im englischsprachigen Raum, das seine Hochzeit in den 50er und 60er Jahren erlebte und dessen Begrifflichkeit oft mit dem ’Exploitation’-Kino in Verbindung gebracht wird. (Merke: Autokino > Autorenkino)

Drömel – Umgangssprachlich für Kopf bzw. Schädel, der ’Brandt-Synchro’ entstammend. (“Ich hau dir die Qualle aus dem Drömel!“)

DTV (’direct to video’) – Im Gegensatz zu Kinofilmen werden DTV-Filme lediglich für eine Auswertung auf dem Videomarkt produziert, also auf VHS (damals), DVD und BluRay (heute) oder Direktdownload (morgen).

Dub – Englischer Begriff für eine Synchronisation, die im englischsprachigen Raum eher ungewöhnlich ist, da man die Filme dort eher mit Untertiteln versieht. Meist sind englische Dubs (etwa von italienischen oder asiatischen Filmen) von zweifelhafter Qualität. Vor allem im Vergleich mit den meist exzellenten deutschen Vertonungen diverser Hollywood-Filme.

Echolotmucke – Hauseigener Begriff für ein primitives Mikro-Subgenre der elektronischen Filmmusik, das sich durch die fast ausschließliche Verwendung von Echolot-Geräuschen auszeichnet.

Etikettenschwindel



Exploitation – Aus dem Englischen ’to exploit’ = ’ausbeuten’. Beschreibt eine in den 60er Jahren aufkeimende Richtung des Unterhaltungs- und Kommerzkinos, das dem Publikum die besonders reißerische Darstellung diverser Themen, insbesondere mit Hilfe von Sex und Gewalt, für verhältnismäßig geringe Produktionskosten präsentierte. Dabei entstanden unterschiedliche Subgenres, die eine gewaltige Bandbreite diverser Themen abdeckten. (z.B. Blaxploitation, Bruceploitation, Hicksploitation, Namsploitation, Naziploitation, Nunsploitation, Ozploitation, RipOffsploitation, Sequelploitation, Sexploitation, WiP/Jailsploitation, aber auch Spaghetti-Western, Sandalenfilme, Endzeitfilme, Ninjafilme, Barbarenfilme etc.)

Exposition – Das inhaltliche Vorstellen und Etablieren von Figuren, Konflikten oder Fakten. Talentierten Filmschaffenden gelingt es, Exposition innerhalb von Handlungen zu vermitteln. Gewöhnlich wird sie dem Zuschauer jedoch in Dialogen, Monologen und (im schlimmsten Fall) durch Texttafeln präsentiert.

Fake Scare – Die (oftmals reißerische) Darstellung einer eventuellen Bedrohung, welche sich kurz darauf als falsch herausstellt.

Fellschürzen – Primitives Bekleidungsstück, einem Lendenschurz nicht unähnlich, das von archaischen Individuen wie Barbaren, Höhlenmenschen oder Eingeborenen getragen wird.

Fiesor – Umgangssprachlich für Bösewicht. Entstammt der hauseigenen Unsitte, das Suffix ’–or’ zum Zwecke der Substantivierung an ein Adjektiv zu hängen. (siehe auch ’Musklor’)

Final Girl – Die letzte überlebende weibliche Person eines (vornehmlich ’Slasher’-) Filmes. (z.B. in ’Freitag der 13.’, ’Blutiger Valentinstag’, ’Behind the Mask’)

Fingerwedler – Hauseigener Begriff für Darsteller mit begrenzter Schauspiel-Reichweite

Flick – Alternativer Begriff für ’Film’ (auch ’Streifen’)

Flimmerstunde – Fernsehsendung der ehemaligen DDR, bei welcher am Samstag Nachmittag ein Spielfilm für ein jugendliches Publikum gezeigt wurde. Samstag hieß zu DDR-Zeiten übrigens noch ’Sonnabend’ und wir hatten leckere Joghurtmilch in Flaschen, leider aber keine Filme aus imperialistischer Zucht.

FOR – Kürzel für Fred Olen Ray (US-Amerikanischer ’Exploitation’-Regisseur und FilmFlausen-Spezi)

FX (aus dem Englischen, FX = Effects) – Kurzform für ’Effekte’

Giallo – Subgenre des italienischen Thrillers, das sich meist durch diverse Morde, deren stilistische Darstellung und eventuelle Aufklärung auszeichnet. Der Begriff wurde vor allem durch die Werke des Regisseurs Mario Bava geprägt. (z.B. ’Blutige Seide’, ’Im Blutrausch des Satans’, ’Red Wedding Night’)

Glotter – Ordinäre Beschreibung für eine gallertartige oder schleimige Masse

Go figure – Aus dem Englischen: “Mach dir selbst einen Reim daraus.“ Die Aufforderung an den Leser, ein vorher meist unvollständiges Statement selbst zu vollenden, bzw. zu einer eigenen (oft offensichtlichen) Schlussfolgerung zu kommen.

Goodies – Das umgangssprachliche ’Eingemachte’. Die unterhaltsamsten Aspekte eines Filmes.

Gore – Fachbegriff für die Einzelteile, Extremitäten oder Organe des menschlichen Körpers und die drastische Darstellung ihrer Entfernung aus demselbigen.

Go-to-guy – Die spezialisierte und immer wieder gerne genommene Fachkraft für ein betreffendes Thema, entweder hinter der Kamera (z.B. Cirio H. Santiago für Endzeitfilme) oder vor der Kamera (z.B. Mike Monty für Militär-Typen, siehe auch ’Type Casting’ und ’Paraderolle’).

Griepschgesicht/Griepschfresse – Hauseigener Begriff für ein Individuum mit deformierter Visage

Grindhouse – US-Amerikanischer Begriff für Kinos, die in den 70er und 80er Jahren größtenteils ’Exploitation’ und ’Double Features’ zeigten.

Henchman – Handlanger eines (meist bösartigen) Befehlshabers, der für die Drecksarbeit verantwortlich ist. Der Mann fürs Grobe, der schon lange vor seinem Herrchen vom Helden des Films von der Bildfläche geputzt wird.


Heroic Bloodshed – Dem Hong-Kong-Kino der 80er Jahre entstammendes Subgenre des Actionfilms, das von stilistischer Gewaltdarstellung und Themen wie Rache, Ehre, Familie und Freundschaft geprägt ist. (z. B. ’Hard Boiled’, ’Hard Game’, ’Cover Hard’)

Hillbilly – Oftmals einfältiger Bewohner (zumeist) US-Amerikanischer ländlicher Regionen.

Hit and Miss – Prinzip des Wechsels zwischen Erfolg und Misserfolg (z.B. bei Regisseur Wes Craven: ’The hills have eyes’ = Hit, ’Das Todestal der Wölfe’ = Miss, ’Nightmare’ = Hit, ’Chiller’ = Miss, ’Scream’ = Hit, ’Cursed’ = Miss)

Homunculus – Künstlich erschaffener Mensch. Im Mittelalter mit der Alchemie in Verbindung gebracht, in der Literatur durch Goethes ’Faust’ zu Popularität gekommen und spätestens seit Frankensteins Monster nicht mehr aus dem Genrefilm weg zu denken (allerspätestens aber seit ’Miami Golem’).

Italo – Kurzform für ’italienischer Abstammung’

Jock – Sportaktiver Jugendlicher. Im Genrefilm oftmals mit negativen Attributen wie Arroganz und intellektueller Unfähigkeit behaftet. Wird häufig zunächst als Aggressor gegenüber den Protagonisten und später als Opfer deren Rache oder als Opfer eines kaltblütigen Killers dargestellt.

Jump Cut – Sprunghafter Filmschnitt, nonkonform mit den Konventionen der Schnitttechnik.

Jump Scare – Die hektische Darstellung einer Bedrohung, die überraschend (und musikalisch meist reißerisch unterstützt) auf das Nervenkostüm des Zuschauers prallt.

Käseasten – Liebhaber des qualitativ minderwertigen Films. Wir.

Kaiju – Japanischer Begriff für (in den meisten Fällen riesige -> ’Daikaiju’) Monstrositäten, die entweder die Zerstörung diverser Metropolen oder den Kampf untereinander anstreben. (z. B. ’Destroy all monsters’, ’Gappa’, ’Furankenshutain’)

Knallchargen – Umgangssprachlich für Schauspieler, welche die Nuancen ihre Rolle nicht in den Griff bekommen und sie mit ihrer Darstellung ungewollt ins Lächerliche ziehen. (siehe auch ’Overacting’)

Knifekill Flick – Siehe ’Slasher

Komplettisten – Sammler, deren Toleranz für Qualität (bzw. deren Abwesenheit) grenzenlos ist und die jegliches verfügbare Material ihres bevorzugten Themas konsumieren oder besitzen müssen.

Location – Örtlichkeit, Gelände, Räumlichkeit, auch Drehort

Lokalkolorit – Bezeichnet die charakteristischen Eigenarten eines Ortes. (Beispiel ’Barbarendorf’: Wir sehen eine Ansammlung von Strohhütten, in der mit Fellschürzen und Sackleinen bekleidete, ungewaschene, robuste Menschen mit Blumen im Haar zwischen Hühnern und Schafen im aufgewühlten Morast umherlaufen. Ein Schmied fertigt am glühenden Amboss ein Schwert für seinen Sohn, ein Drachenschädel ziert sein Haus, jemand spielt auf einer Knochenflöte. Da bricht am Horizont eine finstere Armee im Fackelschein durch den wabernden Nebel... Et voilà.)

Love Interest (auch ’romantic interest’) – Person, die aus emotionalen Gründen für einen (oder mehrere) Protagonisten als Beziehungs- und Geschlechtspartner in Frage kommt. (z.B. ’Romeo & Julia’, ’Conan & Valeria’, ’Chucky & seine Braut’)

Low-brow – Englisch für unbedarft, ordinär, niveaulos. Eine durchaus passende Umschreibung für den Großteil der hier besprochenen Filme (Antonym zu ’high-brow’).

Low Budget – Geringe Produktionskosten, die sich oft (aber nicht immer) auf die Qualität der personellen Leistungen, der Ausstattung und des Buffets auswirken. Für viele Produktionsfirmen (wie ’IDF’ und ’The Asylum’) oder Produzenten (wie Roger Corman und Charles Band) oft die einzige Möglichkeit, die Finanzierung ihrer Filmes zu ermöglichen.

Mad Scientist – Verrückter Wissenschaftler, im Genrefilm mittlerweile sogar mit einem eigenen Subgenre versehen

Man-in-Suit – (Meist männliches) Individuum, welches in einem Ganzkörper-Anzug eine übernatürliche Kreatur oder ein ungeheuerliches Tier verkörpert. Dabei kann es sich auch um eine riesige Monstrosität handeln, die durch speziell gefertigte Sets trampelt (siehe auch ’Kaiju’).

Martial Arts – Die cineastisch artistische Darstellung von Kampfkünsten diverser Herkunft. (z.B. Karate, Kung Fu, Ninjitsu, Hapkido etc.)

Melt Movie – Mikro-Subgenre, das die oftmals drastische Darstellung vom ’Schmelzen des menschlichen Körpers’ in den Mittelpunkt stellt. (z.B. ’Planet Saturn lässt schön grüßen’, ’Body Melt’, ’Street Trash’)

Mockbuster (auch ’Knockbuster’) – Wahlweise Parodie oder ’Rip Off’ eines populären, meist aktuellen ’Blockbusters’, dessen Produktionsstandard meist weit unter dem des Originals ist und das häufig ebenso wenig künstlerischen Anspruch hat. (z.B. ’Snakes on a train’, ’Transmorphers’, ’I am Omega’)

Mockumentary – Die satirische Darstellung fiktiver Begebenheiten im narrativen Gewand einer Dokumentation. (z.B. ’The Rutles’, This is Spinal Tap’, ’Borat’)

Montage



Movie of the Week – Eine Reihe von Fernsehfilmen, die für den US-Amerikanischen Sender ABC produziert und im Zeitraum von 1969 bis 1975 wöchentlich ausgestrahlt wurden. (zB. ‘Duell’, Don’t be afraid of the dark’, ’Killdozer’)

Mr. Voice – Hauseigener Spitzname für den Synchronsprecher Hartmut Neugebauer, der Tatsache geschuldet, dass er das ’Voice Over’ in unzähligen Filmtrailern der 70er und 80er sprach.

Musklor – Hauseigener Begriff für einen äußerst muskulösen Darsteller (abgeleitet vom französischen Namen der Spielzeugfigur ’He-Man’).

Nachklapp – Siehe auch ’Rip Off

Nam – Kurzform von ’Vietnam’

Nerd – Streber, Außenseiter oder ähnlicher Kauz, der oftmals mit bestimmten Fachgebieten (Mathe-Nerd, Computer-Nerd) und negativen Attributen (steif, peinlich, irritierend) in Verbindung gebracht. (siehe auch ’Die Rache der Eierköpfe’)

O-Mio – Umgangssprachliches Suffix, das in Verbindung mit diversen Themen oder Begrifflichkeiten verwendet werden kann und dadurch einen überschwänglichen Ausruf ergibt. (z.B. “Schmelz-o-Mio, ey!“, bei einer besonders effektiven Sequenz eines ’Melt Movies’.)

O-Rama – Umgangssprachliches Suffix, das in Verbindung mit einem Substantiv zu einem Wortgebilde kombiniert wird, welches eine Art Superlativ beschreibt. (z.B. ’Trash-o-Rama’ = Ein Film, der besonders dürftig inszeniert ist.)

OT – Kürzel für ’Originaltitel’

O-Ton – Kurzform von ’Originalton’. Das ist doch jetzt nicht so schwer oder?!

Outback – Brachliegende Regionen des australischen Hinterlandes, fern jeglicher Zivilisation. Im Genrefilm oftmals Tummelplatz für menschliche, tierische und übernatürliche Absurditäten. (’The Proposition, ’Razorback’, ’Long Weekend’)

Overacting



P.A. – Kürzel für ’postapokalyptisch’, beschreibt die auch ’Endzeit’ genannte Epoche nach dem atomaren Holocaust. Bislang ist dieser Gott sei dank ausgeblieben, aber wenn es soweit ist, wissen wir, was zu tun ist.

Pannekopp – Idiot, Depp, Trottel

Paraderolle – Siehe ’Go-to-guy

Pillaging – Die oftmals mit roher Gewalt einhergehende Plünderung einer Siedlung menschlicher Protagonisten durch unkultivierte, archaische Eindringlinge. (z.B. in Conan - Der Barbar, ’Der Kampfkoloss’, ’Killing of Satan’)

Pin Up – Die bildliche Darstellung einer Frau in erotischer Pose, welche man sich an die Wand heften kann (’to pin up’).

Platoon – Kleinste taktische Kampfeinheit des Militärs im englischsprachigen Raum, meist angeführt von einem Lieutenant (auch ’Platoon Leader’ genannt).

Plot – Handlungsablauf eines Filmes, welcher in allzu vielen hier besprochenen Werken zu Gunsten exploitiver Elemente oftmals vernachlässigt wird.

Porno-Synchro – Synchronisation mit geradezu unglaublich dilettantischem Charakter (z.B. ’Horror Aliens’, ’Mysterious Planet’, ’Denn nachts kommt Charlie’)

P.O.W. (’Prisoner of War’) – Kriegsgefangene, die oft als Protagonisten für ’Raushol-Filme’ herhalten und meist unter barbarischen Zuständen in menschenunwürdigen Verhältnissen diverser Gefangenenlager dahinvegetieren. (z.B. in ’Missing in Action’, ’Rambo 2’, ’P.O.W. – Die Vergeltung’)

POV – Kürzel für ’Point of View’ und Bezeichnung einer subjektiven Kameraeinstellung, die das direkte Blickfeld und die Perspektive des Protagonisten darstellt.

PR – Kürzel für ’Partner Review’, eine hauseigene Unsitte, die das ’Bewusstseinsstrom- Rezensieren’ (zu zweit oder mehreren) eines Filmes beschreibt.

Production Values – Die Schnittmenge der technischen Qualitäten einer Filmproduktion, die meist (aber nicht ausschließlich) an die Produktionskosten gekoppelt sind.

Prologgelaber – Die via ’Voice Over’ mündlich oder per Texttafel schriftlich vorgetragene Vorgeschichte (siehe auch ’Exposition’) während des Vorspanns eines Filmes. Besonders häufig vorkommend in Endzeit-Filmen, in denen immer wieder die alte Leier vom Nuklearen Holocaust und seinen verheerenden Folgen abgespult wird (gerne auch in Begleitung von Archivaufnahmen voluminöser Atompilze).

Pulp – Englischsprachiger Begriff für Schund, der sich mit diversen thematischen Schwerpunkten verbinden lässt. (z.B. ’Adventure Pulp’)

Pun – Begriff aus dem englischen Sprachgebrauch, der ein Wortspiel beschreibt, das im Text aufgenommen werden kann. (Oder auch nicht: ’No pun intended.’) Beispiel: Spooner bei der Rezension eines schmutzigen Filmes: “Ich habe diesen Film tatsächlich schon seit ein paar Jahren im Regal stehen, aber aus irgendeinem Grund immer vermieden, ihn mir reinzuschieben.“ (Get it? Reinschieben?)

Rhabarber (auch ’Gesülze’ oder ’Sülzrhabarber’) – Umgangssprachlich für irreführende, gehaltlose oder dümmliche Dialoge, die nichts zur Handlung oder Entwicklung der Charaktere beitragen. (z.B. in ’Cybernator’, The White Monster, Crystal Force)

Rape & Revenge – Mikro-Subgenre, das die Vergewaltigung und anschließende Rache des (beinahe ausschließlich weiblichen) Opfers an ihren Peinigern auf meist plumpe, manipulierende Art und Weise vorführt. Eine Materie, in die sich niemand reinknien muss.

Raushol-Film – Umgangssprachlich für Filme, in denen die Gefangenschaft meist US-Amerikanischer Soldaten (siehe auch ’P.O.W.’) durch ausländische Aggressoren oder ehemalige militärische Gegner dargestellt wird und durch organisierte Außenseiter aus den eigenen Reihen beendet werden soll. (z.B. ’Holt Harry raus’, ’Der Kampfgigant’, ’Angels Höllenkommando’)

Red Shirt – Die durch die TV-Serie ’Raumschiff Enterprise’ geprägte Bezeichnung einer Nebenfigur (dort meist mit roter Uniform bekleidet), deren Ableben den Ernst der Lage für die tatsächlichen Protagonisten (und den Zuschauer) signalisieren soll.

Redneck – Siehe ’Hillbilly

Reluctant Hero – Ein heroischer Archetyp, der zunächst den Heldendienst verweigert, bevor er sich schließlich (evtl. aufgrund eines einschneidenden Ereignisses) dafür entscheidet, die Heldenreise anzutreten. (Beispiel: Luke Skywalker lehnt erst Obi Wans Angebot ab, ihn im Kampf gegen das Imperium zu unterstützen. Als er jedoch die kokelnden Überreste von Onkel Owen und Tante Beru entdeckt, ... ’go figure’!)

Review – Aus dem Englischen als ’Rückblick’ übersetzt. Die kritische Rezension eines Filmes (oder anderer künstlerischer Werke). Zumindest im besten Fall. Bei FilmFlausen belässt man es oftmals einfach bei ätzenden Kommentaren und nennt das Ganze ’Gutachten’.

Rip Off – Die durch kreative Trittbrettfahrer gefertigte Kopie eines erfolgreichen Originals. (z.B. ’Jaws’ = Original; The Last Jaws = Rip Off, ’Conan - Der Barbar’ = Original; ’Das Schwert des Barbaren’ = Rip Off, ’Predator’ = Original; ’Roboman’ = Rip Off)

Running Gag – Englischsprachige Bezeichnung für einen Dauerwitz, eine Anspielung oder eine humorvolle Anekdote, die sich im Laufe der Filmhandlung häufig (im besten Fall jedoch in abgewandelter Form) wiederholt.

Sarge – Kurzform für Seargent, der Rang eines unmittelbaren Vorgesetzten, sowohl im Militär, als auch im Polizeidienst. Oftmals mit schlechter Laune, harschem Befehlston und einer Zigarre im Mundwinkel dargestellt.


Schaha – Hauseigener Ausruf der Entzückung

Schlock – Wird sowohl als Synonym für Kitsch, als auch für die Bezeichnung schlechter Filme gebraucht. Der Ursprung des Wortes stammt aus dem Jiddischen, wo es für etwas Billiges, Minderwertiges und Mangelhaftes steht. (Siehe auch John Landis Kultfilm gleichen Namens.)

Schmadder – Siehe auch ’Glotter’

Schmiede – Umgangssprachliche (oder auch brancheninterne) Bezeichnung für eine Produktionfirma. (z.B.’New World Pictures’ = Roger Cormans Schmiede, ’Full Moon’ = Charles Bands Schmiede)

Schmonsens – Unsinn, Blödsinn, Stuss

Schmonzette – Ein dem Jiddischen entstammender Begriff, der ein übertrieben rührseliges Stück (hier: Film) ohne dramaturgische Substanz beschreibt, das lediglich für Hausfrauen und anspruchslose Romantiker genießbar ist.

Schnodderdeutsch – Siehe ’Brandt-Synchro

Score – Der englischsprachige Begriff für die musikalische Untermalung eines Filmes. Ja okay, ich könnte mir diesen “musikalische Untermalung eines Filmes“-Kommentar auch sparen und einfach ’Filmmusik’ sagen, habe aber in den internationalen Statuten ’How to gloss a glossary’ gelesen, dass gesalbtes Ausdruckstum eine größere Wirkung auf den Leser (vor allem auf Frauen) hat. Und beim Buchstaben ’S’ ist es auch wirklich zu spät, damit aufzuhören.

Sellout – Das sich in der Filmbranche meist auf Personen beziehende Wort für ’Ausverkauf’, vor allem im Bezug auf solche, denen künstlerische und inhaltliche Qualitäten weniger (oder gar nichts mehr) bedeuten und die ihr Talent für die höchstmögliche Gage auf dem Markt anbieten.

Sense of Wonder – Die filmschaffende Fähigkeit, Unerklärbares und Wundersames dem Publikum nahe zubringen, welches diese Wunder im besten Fall mit der unbefangenen Offenheit des Staunens auf sich wirken lässt.

Sequel – Fortsetzung (im Sinne eines Nachfolgefilms)

Set – Die künstlichen Bauten einer Filmproduktion, die sowohl in Produktionshallen (Indoor-Sets), als auch unter freiem Himmel (Outdoor-Sets) errichtet werden können und je nach Talent der Fachkräfte enorm zur Stimmung, Atmosphäre und Authentizität des fertigen Filmes beitragen.

Setting – Schauplatz der Handlung, der thematische, historische oder geographische Hintergrund eines Filmes

Setup – Die inhaltliche Prämisse eines Filmes

Shaky Cam – Auch als ‘Wackelkamera’ oder ’Schüttelkamera’ bezeichnete Aufnahmemethode. Im Gegensatz zur konventionell geführten Kamera ist das Bild hier meist in Bewegung und vermittelt dem Zuschauer Assoziationen von Unruhe, Verwirrung oder Panik. Wird vor allem in Dokumentationen und sogenannten ’Found-Footage-Filmen’ (a la ’Blair Witch Project’ und ’Troll Hunter’) angewandt.

Shoot Out



Shot – Eine einzelne Aufnahme des Filmes

Sidekick – Eine Nebenfigur, die dem Helden mit Rat und Tat zur Seite steht und ihm durch Dick und Dünn folgt. Bekannte Sidekicks sind Iolaos (’Herkules’), Robin (Batman) und Jonathan Brandis (’Sidekicks’)

Slapstick – Die besonders derbe, unbedarfte und einfältige Darstellung körperbezogener humoristischer Aktionen

Slasher – Subgenre des Horrorfilms, in dem die (in 9 von 10 Fällen einfallslose) Dezimierung der Protagonisten durch einen übermächtigen Killer inszeniert wird, der den Opfern immer einen Schritt voraus ist. Im Mittelpunkt des Slashers sind meist nicht zwischenmenschliche Konflikte, sondern die Marotten des Killers und dessen möglichst vielfältige Tötungsmethoden. (z.B. ’Blutiger Valentinstag’, ’Freitag der 13.’, ’Hell Night’)

Sleaze – Schmutzig, obszön, billig, schmierig, unmoralisch oder einfach versaut. All dies sind Begriffe, die dem gebildeten Filmfan beim Begriff Sleaze oder dem damit verbundenen Kino einfallen. Schmuddel-Kino eben, welches sich durch schäbigen Sex und kostenlose Nacktheit definiert und genau damit dem Spooner den Tag versüßt. (Ja, für diesen Eintrag hat sich Spooner selbst die Zeit genommen.)

SloMo – Kurzform für ’Slow Motion’, die Darstellung einer Szene in Zeitlupe

Space Opera – Im Deutschen als Weltraum-Operbezeichnetes Subgenre des fantastischen Filmes, das sich zwar bei Elementen der ’Science Fiction’ bedient (Raumschiffe, Laser, Explosionen), aber aufgrund seiner in Märchen, Sagen- und Mythen-Welten verwurzelten Prämisse zum Fantasy-Genre gezählt wird. (z.B. ’Krieg der Sterne’, ’Star Crash’, ’Kampf um die 5. Galaxis’)

Splatstick – Wortspielerische Verbindung der Genre-Begriffe ’Slapstick’ und ’Splatter’. Splatstick bezeichnet ein eigenes Mikro-Subgenre, dessen Filme die übertriebene, humorvolle Darstellung drastischer Gewaltdarstellungen zelebrieren. (z.B. ’Re-Animator’, ’Brain Dead’, ‘Evil Dead 2’)

Spoof – Englischer Begriff für ’Parodie’. Ihr wisst, was eine Parodie ist, oder? (z.B. ’Die Nackte Kanone’, ’Samstag der 14.’, ’Ein Sprung in der Schüssel’)

Sprayrock – Umgangssprachliche Bezeichnung für (eher Radio-tauglichen) Hardrock und Heavy Metal, der von besonders voluminös toupierten Frisur-Rockern produziert wird. (z.B. in ’Freakshow’, ’Shocking Heavy Metal’, ’Im Angesicht der Hölle’)

Sprechogramm – Hauseigener Begriff für besonders absurde Dialogezitate, beispielsweise dieses hier:

“Warum können wir nicht Mann und Frau sein?“
“Du bist mein Bruder, Ator!“
“Ich werde mit Vater drüber sprechen.“
Aus ’Ator - Herr des Feuers’

Square-Jaw – Ein (hoffentlich männlicher) Protagonist, der sich dank seines besonders kantigen Kinns als Held qualifiziert.

Steadycam – Eine durch ein Schwebestativ gestützte Kamera, die lediglich durch einen Operator bedient wird, der mithilfe dieser Konstruktion freibeweglich ist und trotzdem relativ ruhige Aufnahmen bewerkstelligt.

Stock Footage – Archivmaterial, das entweder bislang ungenutzt blieb oder bereits in anderen Filmen verwendet wurde. Wird gerne von findigen Produzenten mittels der ’Cut & Paste-Methode’ in nachgedrehtes Filmmaterial gepackt und als neuwertiges Produkt verkauft. (z.B. in Die Todesfarm, Das Frauenlager der Ninja, ’Barbarian’)

Stop Motion



Subgenre – Eine Unterkategorie des Begriffes ’Film’, der in immer weiterführende, spezifizierte Verzweigungen unterteilt werden kann. (z.B.: Spielfilm -> fantastischer Film -> ’Sword & Sorcery’-Film -> Barbarenfilm = ’Conan - Der Barbar’ oder Spielfilm -> Actionfilm -> Kriegsfilm -> Namsploitation -> Raushol-Film = ’Der Kampfgigant’)

Suburbs (auch Suburbia) – Die Vorstadt. Reihenhaussiedlungen, die im Film (vor allem im US-Amerikanischen Genrefilm) gerne als Schauplatz der Handlung benutzt werden. (z. B. in ’Meine teuflischen Nachbarn’, ’Serial Mom’, ’Flesh Eating Mothers’)

Suspension of disbelief – Die Fähigkeit, über den eigenen rationalen Schatten zu springen und Logik, Vernunft und Anspruch auf Realismus aufzugeben, um das bestmögliche Filmerlebnis zu genießen.

Sword & Sorcery – Subgenre des fantastischen Films, in dem Schwerter und Zauberei, sowie deren Verwendung durch Recken und Magier, eine zentrale Rolle haben. (z.B. ’Talon im Kampf gegen das Imperium’, ’Die Mächte des Lichts’, ’Dungeon Siege’)

Synthiemucke - Künstlich wirkende Filmmusik die ausschließlich mittels Synthesizer produziert wird und vor allem im Genrefilm der 80er Jahre mit unterschiedlichem Erfolg des Öfteren Verwendung fand. (z.B. in Filmen von John Carpenter = Top; in Filmen von Cirio H. Santiago = Flop)

T & A (’tits & asses’) – Englischsprachig für ’Busen & Gesäß’ (des weiblichen Körpers)

Theme – Musikalisches Hauptthema und Teil des ’Scores’

Tinseltown – Umgangssprachlicher und brancheninterner Begriff für ’Hollywood’

Titelsongs-Prinzip – Eine von Hudson und Spooner aufgestellte, bisher unbewiesene Theorie, die behauptet, dass die Wahrscheinlichkeit der Erhöhung von Qualität oder Unterhaltungswert eines Filmes kongruent sei, mit der Anzahl der im Refrain des Titelsongs dargebrachten Wiederholungen des Filmtitels. (z.B. ’Attack of the Killer-Tomatoes’, ’Green Slime’, ’Hard ticket to Hawaii’)

Träsch – Hauseigene Eindeutschung des englischen Wortes ’Trash’/’Müll’

Tropes – Englisch für ’Tropus’, beschreibt den Überbegriff für eine Gruppe semantischer Figuren. Und bevor einer fragt, nein das hat nix mit ’Seemännern’ zu tun, sondern mit Klischees, die sich besonders im Genrefilm immer wieder finden lassen.

Twist – Unvorhersehbare inhaltliche Wendung an einem bestimmten Punkt der Handlung

Type Casting


Vintage – Ein Begriff, der eigentlich aus der Weinlese stammt, von zeitgenössischen Filmliebhabern aber gerne mit Werken älteren Kalibers (meist aus den 60er bis 80er Jahren) in Verbindung gebracht wird.

Voice Over – Auditives Stilmittel, dessen Begriff eine Stimme beschreibt, die eine erzählende, beschreibende oder erklärende Funktion im Film erfüllt.

Whodunit – Konzept der allmählichen Aufklärung eines Verbrechens, bei dem der Täter aus einem Kreis Verdächtiger durch Indizien, Ableitungen und Beweise schließlich entlarvt wird. (z.B. in ’Hercule Poirot’- oder Miss Marple’-Filmen, aber auch in diversen ’Slashern’)

WiP (’Women in Prison’) – Ist ein Subgenre des ’Exploitation’, der die oftmals reißerische Inszenierung des Alltags weiblicher Gefängnisinsassen darstellt.

Wirework/Wire-Fu – Dem asiatischen Action-Kino entstammender Fachbegriff, der eine Stunt-Technik beschreibt, die auf ’Martial Arts’-Akrobatik mit Hilfe unterstützender Seile am Körper des Schauspielers basiert. (z.B. in ’Tiger & Dragon’, ’Matrix’, ’Hero’)

Worst-Case-Szenario – Der schlimmstmögliche Fall jeglicher unglücklicher Eventualitäten, die (auch in Kombination) eintreffen könnten. Schlimmer noch als der Ernstfall, der Supergau und ’Defcon 4’ kombiniert. (Siehe auch ’Mindkiller’)

WTF?! (“What the Fuck?!“) – Ausruf des ungläubigen Erstaunens im Bezug auf eines oder mehrere im Film beobachteten Ereignisse. Würde ins Deutsche wörtlich als “Was zum Fick?!“ übersetzt werden, was aber albern klingt. Darum bleiben wir lieber beim landläufig brauchbaren “Was zum Scheiße?!“

Wuxia – Der chinesischen Volkskultur entsprungenes Subgenre, das historische Hintergründe mit ’Martial Arts’ (und oftmals auch phantastischen Elementen) verbindet und in den 60er und 70er Jahren durch die ’Shaw Bros’ populär gemacht wurde. (’Vier gnadenlose Rächer’, ’Das Todeslied des Shaolin’, Das Blut der roten Python)

Ye Olde – Ein in der Gegenwart anachronistisch gebrauchtes Präfix aus dem englischsprachigen Raum, das altertümliche englische Assoziationen hervorrufen soll. (z. B.: “Ye Olde Barbarian Village“)

Yikes – Englischsprachiger Ausruf des Erstaunens oder Erschreckens

Yokel – Siehe ’Hillbilly

Zausel – Umgangssprachlich für ein (meist männliches) Individuum sehr weit fortgeschrittenen Alters, oftmals dargestellt in Kombination mit den Attributen ’zerstreut’, ’gebrechlich’ und ’senil’ (alternativ ergänzt durch wild ’frisiert’ und ’bärtig’):






Der beste Movie-Mad-Scientist aller Zeiten ist…
Dr. Arcane
____(Das Ding aus dem Sumpf)
Dr. Banzai
____(Buckaroo Banzai)
Dr. Brown
____(Zurück in die Zukunft)
Dr. Brundle
____(Die Fliege)
Dr. Caligari
____(Das Cabinett des Dr. Caligari)
Dr. Catheter
____(Gremlins 2)
Dr. Evil
____(Austin Powers)
Dr. Flamand
____(Faceless)
Dr. Flexi Jerkoff
____(Flesh Gordon)
Dr. Frank N Furter
____(The Rocky Horror Picture Show)
Dr. 'Frankenstein'
____(Day of the Dead)
Dr. Frankenstein
____(Frankenstein)
Dr. Fu Man Chu
____(Ich, Dr. Fu Man Chu)
Dr. Hastings
____(Tarantula)
Dr. Heiter
____(The Human Centipede)
Dr. Hfuhruhurr
____(Der Mann mit 2 Gehirnen)
Dr. Jekyll
____(Dr. Jekyll & Mr. Hyde)
Dr. Lorca
____(Mad Doctor of Blood Island)
Dr. Mabuse
____(Die 1000 Augen des Dr. Mabuse)
Dr. Malic
____(U 4000 - Panik unter dem Ozean)
Dr. Moreau
____(Die Insel des Dr. Moreau)
Dr. Phibes
____(Schreckenscabinett des Dr. Phibes)
Dr. Po
____(The Vineyard)
Dr. Pretorius
____(Frankensteins Braut)
Dr. Pretorius II
____(From Beyond)
Dr. Strangelove
____(Dr. Strangelove)
Dr. Tyrell
____(Blade Runner)
Dr. West
____(Re-Animator)
Dr. Vornoff
____(Die Rache des Würgers)
Prof. Crowley
____(Jack Brooks: Monster Slayer)
Prof. Gangreen
____(Die Rückkehr der Killertomaten)
Jeffrey Franken
____(Frankenhooker)
John Carradine
____... period!

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