Flesh Gordon


‘The Space Age Sex Spoof that is out of this World!’


Originaltitel: Flesh Gordon (1974) Regie: Michael Benveniste &Howard Ziehm Drehbuch: Howard Ziehm
Darsteller: Jason Williams , Cindy Hopkins , Joseph Hudgins FSK: 18


Schon im Vorspann wird von der Erschaffung eines neues Superhelden erzählt, der den alten Helden, wie Captain America und Superman, die zur moralischen Unterstützung erdacht wurden, mit neuzeitlicher Gewagtheit entgegen stehen sollte.

Tamtaratam: Begrüßen wir FLESH GORDON!

„Extrablatt: Sexepidemie ausgebrochen. Weltbevölkerung moralisch auf dem Nullpunkt. Gruppensex auf dem Roten Platz. Massenorgien in der Uno!“ schreit der Zeitungsjunge bevor auch ihn die Sexstrahlen erwischen.
Massenhypnose, Fischvergiftung, Radioaktivität? Die Gelehrten der Welt sind sich unschlüssig. Flesh Gordon, der Sohn des führenden Wissenschaftlers, soll Licht ins Dunkel der Angelegenheit bringen. Sein Flugzeug wird ebenfalls von den Sexstrahlen erfasst und Flesh und die junge Dale landen per Fallschirm im Labor von Prof. Flexi Jerkoff (!), welcher ein Raumschiff in Penisform (!!) hat, mit dem sie dann auch schon ab ins All düsen. Sie reisen durch die Wahnsinnsspähre, Weltraummüll bis hin zum Planeten Porno (!!!), wo sie dann auch auch von einem feindlichen Raumschiff angeschossen werden. Von der Gummischlüpfer tragenden Besatzung jenes Schiffes verfolgt, und von gefährlichen Penisauriern gejagt, landen sie schließlich in der Gefangenschaft von Imperator Hodes, von seinen Untertanen (die unentwegt im Thronsaal ’verkehren’) nur ’Eure Geilheit’ genannt. Natürlich ist Wang der Schuldige an der ’Sexzessen’ auf der Erde und während er Dale zu seiner Sklavin nimmt, bekommt Hodes’ Frau, Klitoria ’Königin der Dunkelheit, Hüterin der sakralen Kraftwarzen’ den Flesh zu spüren. Doch die Rettung der Erde kann nicht warten und so setzt Dr. Jerkoff alles daran, die beiden aus der Sexfalle zu befreien und den Sexstrahler zu vernichten.

Uff. Was soll ich dazu sagen, ihr lest’s ja selbst: Ziemlich starker Tobak, gemischt mit Pornoeinlagen. Und aus diesem Genre scheinen auch die Darsteller zu stammen, denn wer lässt schon freiwillig seinen Schniedel für ein solches Schundfilmchen raushängen. Angeblich soll der Film eine Art Kultstatus in ’Fan-Kreisen’ erlangt haben, ich persönlich finde ihn zwar zeitweilig witzig, aber zumeist eher peinlich. Klar hat er einige sehr spaßige Elemente (Robin Hood Verschnitt ’Prinz Pornis’, die Monster, die Kraftwarzen und der ’Intermission’ Gag, der später sogar von den Pythons nochmal aufgewärmt wurde), doch bin ich (obwohl ich ein großer Russ Meyer Fan bin) vielleicht einfach zu prüde für derart freizügige und ’exploitive’ Darstellung von Sex in einem Film.
Die Verantwortlichen für die Spezialeffekte schielten wohl eher auf die Filme des Ed Wood, schmeissen aber auch einige nette Stop-Motion Einlagen und nette Sets in den Mix. Ausstattung und Musik sind albern aber zweckmäßig, wobei sich letztere auch mal während der Orgelorgien in klassische Saxophon Porno Mucke vewandelt. Die Dialoge sind mal witzig, mal dümmlich („Sir, ich hab einen Riesenhammer.“ „Bring ihn runter!“ „Ich kann nicht.“ „Bring den Apparat runter.“ „Ich kann nicht.“ „Mabel Tower, wird können vor Geilheit nicht mehr fliegen!“) und der Abspann verspricht eine Fortsetzung, die so oder so ähnlich im Jahre 1989 dann auch auf der Leinwand erschien.

’Flesh Gordon’ ist eine pornographische SciFi-Parodie auf die klassischen Hollywood-Serials und Filme der Trickikone Ray Harryhausen. Die explizite Darstellung von Sex gibt dem Film allerdings einen flauen Beigeschmack und macht ihn nicht jedem Filmliebhaber zugänglich. Wer damit aber kein Problem hat, wird sicher einen Riesenspass an dem Streifen haben.

Nool