Frankenhooker


‘A Terrifying Tale Of Sluts And Bolts.’


Originaltitel: Frankenhooker (1990)
Regie: Frank Henenlotter Drehbuch: Frank Henenlotter & Robert Martin
Darsteller: James Lorinz, Joanne Ritchie, Patty Mullen FSK: 18


“Ich denke jetzt immer mehr assozial. Wahrscheinlich werde ich jetzt gemeingefährlich!“
“Möchtest du ein Sandwich?“
“Nein, danke.“

Nachdem seine Freundin Elizabeth von dem Geburtstagsgeschenk seines Vaters (einem selbstgebastelten Rasenmäher) getötet wurde, ist Tüftler Jeffrey Franken (hint! hint!) nicht mehr der selbe.

Sieht... nett aus
Was keiner weiß: Ihren Kopf und ein paar Einzelteile kann Jeffrey retten und in seinem Bastel-Keller verstecken. Sein Ziel: Elizabeth soll einen neuen Körper bekommen. Dass dafür ein paar andere Schnecken den Löffel abgeben, wird der junge Mann wohl in Kauf nehmen müssen. Da ihm nur wenig Zeit zum Auffinden frischer Teile bleibt, macht er sich rasch auf ins einschlägige Rotlicht-Viertel der Großstadt. Da es ihm an den finanziellen Mitteln nicht mangelt, sucht er sich gleich eine ganze Wagenladung leichter Mädel aus, mit denen er ’Doktor’ spielen kann.
Nach ausgiebiger Inspektion der Testkörper (“Diese Brust entspricht genau meinen Vorstellungen.“) hat Young Franken seine Ideal-Gliedmaßen gefunden. Als die Nutten kassieren wollen, entdecken sie aus Versehen Jeffreys selbstentworfenes Super-Crack. Das Zeug wird entgegen aller Warnungen gepafft und verwandelt die Freudenmädchen kurze Zeit später in puffende Leichenhaufen.
Wie einst Viktor Frankenstein, versucht Jeffrey nun, seine Elizabeth aus den menschlichen Einzelteilen zu re-animieren und erschafft damit ein Monster, das in den Straßen und Betten der Großstadt für heillose Verwirrung sorgt…

The infamous Ass-Cheek-Check
Frank Henenlotter, geistiger Schöpfer des ’Klump mit Armen’ hat wieder zugeschlagen.
Entgegen seinem ’Basket Case’ und der Trash-Drogen-Groteske ’Elmer’ steht in ’Frankenhooker’ allerdings das Komödiantische im Vordergrund (nicht dass mir jetzt einer kommt, und behauptet, ich hätte gesagt, ’Basket Case’ & ’Elmer’ hätten keinen Humor!).
Da bohrt sich auch schon mal selbst einer probeweise in den eigenen Schädel, Bodypart-Verschmelzmassen grabbeln aus der Kühltruhe, ein Gehirn mit Augen schimmt Runden im Einweckglas und die Charaktere hat sich F.H. wahrscheinlich von Lloyd Kaufman basteln lassen.
An Mary Shelleys Klasiker lose (sehr sehr sehr lose) angelehnt, spielt das Ganze im typischen Henenlotter-Ambiente (schäbige Motels scheinen es ihm irgendwie angetan zu haben) und die Schauspieler sind (ebenfalls von ihm gewohnt) durch die Bank weg ’No Names’, die sich jedoch wacker schlagen.

Belials Erben

’Frankenhooker’… der Titel sagt eigentlich alles, was ihr wissen müsst. Trash, Titten, Blut und Ulk. Kurzweilig und spaßig verpackt, leider geht dem Film dann aber doch ein wenig der kultige Touch von Henenlotters 80er-Schockern ab.

Nool