Das Ding aus dem Sumpf


‘Science transformed him into a monster.
Love changed him even more!.’


Originaltitel: Swamp Thing (1982) Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven, Len Wein & Bernie Wrightson
Darsteller: Louis Jourdan, Adrienne Barbeau, David Hess FSK: 12


’Vor nicht langer Zeit stieß in der unerforschten Weite eines, auf keiner Karte verzeichneten Sumpfes, das schöpferische Genie eines Mannes, auf den bösen Traum eines anderen. Und ein Monstrum war geboren. Zu mächtig um vernichtet zu werden, zu intelligent um sich fangen zu lassen, verfolgt dieses Wesen noch immer seinen wilden Traum.’

Der Ruf der Natur...

Dr. Holland (Ray Wise, ’RoboCop’) forscht in den Sümpfen Louisianas nach der Möglichkeit, Flora und Fauna zu kreuzen. Kurz nachdem Beobachterin Alice Cable (Adriene Barbeau, ’The Fog’) eintrifft, überschlagen sich bald die Ereignisse. Der finstere Arcane (Louis Jordan) taucht mit seiner Commando-Truppe auf, stiehlt Hollands Forschungsergebnisse, tötet seine Frau und fackelt das Laboratorium ab. Holland selbst kommt mit dem flüssigen Resultat seiner Arbeit in Berührung und landet brennend im Sumpf. Dort verwandelt ihn die Substanz in etwas anderes: Das Ding aus dem Sumpf! Und es ist sauer…

Basierend auf einer Comic-Serie des DC-Verlages schuf der aufstrebende Horror-Regisseur Wes Craven dieses kuriose B-Werk, voll von herrlich atmosphärischem Sumpf-Kolorit, ballernden Handlangern, monströsen Mutationen und einer anständigen Portion Kitsch. Nachdem Ray Wise einen frühen Abgang feiert, folgen wir Genre-Lady und John Carpenter-Muse Adrienne Barbeau (’The Fog’) durch die Story.

Nicht unbedingt der
geeignete Ort für ein
'Wet-T-Shirt-Contest'!
Auch dabei sind David Hess (der ja schon in Wes Cravens berühmt berüchtigtem ’Last House on the Left’ das Böse in Menschengestalt verkörperte) als oberfieser Right-Hand-Man und Nicholas Worth (’Darkman’) als tumber Handlanger Bruno, der in einer Szene (die mir als Kind eine Heiden-Angst einjagte) sein wahres Ich entdecken muss.
Im amüsant wabbeligen Gummi-Kostüm des ’Swamp Things’ steckte Stuntman Dick Durock, der auch in den folgenden TV-Adaptionen durch die Sümpfe kraulte.
Die Musik von Harry Manfredini (’Freitag der 13.’) stimmt, die Action ebenso. Es ist spaßig mit anzusehen, wie Swampy Ruderboote zum Kentern bringt und ganze Autodächer abreißt und zwischendurch trotzdem immer wieder die Zeit findet, mitten in einer Sumpflandschaft den Himmel anzugröhlen. Doch zeigt er auch seine empfindlichen Seiten und pflückt beispielsweise Blümchen für Madam Barbeau, während Fiesling Arcane mit Schach-Strategien und philosophischen Einwürfen (“Talent schafft nur, was es kann. Genie schafft, was es muss!“) punktet. Hinzu kommen spaßige Zwischenrufe (“Halten sie Washington für verrückt?“ “Halten sie den Pabst für katholisch?“) und sogar einige nette Comic-Blenden, die den Ursprüngen huldigen.
1989 folgte ’Das grüne Ding aus dem Sumpf’, wieder mit Louis Jordan als Dr. Arcane und Heather Locklear in der weiblichen Hauptrolle. Ohje.

"Stand and deliver! Give me all the lupins you have!"

’Das Ding aus dem Sumpf’ = Gute Darsteller, brauchbare Action, stimmige Atmo und herrlich albernes Mutations-Make Up. Mensch, wat willste mehr?

Nool